On and Off
Oktober 24, 2009 · Kommentar schreiben
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Ein Abend mit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft
September 5, 2009 · 4 Kommentare
Ein fantastisches Erlebnis in kultureller Hinsicht, voller Vorfreude, leichtem Beigeschmack und bitterem Nachgeschmack.
Wir treffen uns in einer Gaststätte, einer sogenannten Kneipe, um einen Brauch zu zelebrieren der sich „Stammtisch“ nennt.
Ein Gruppe gleichgesinnter Menschen aus dem Freundes- , Kollegenkreis und eventuell der Familie treffen sich regelmäßig, meist wöchentlich oder monatlich, zu einem fest vereinbartem Termin an einem bestimmten Ort. Oft ist das Ziel eines solchen Zusammenkommens, gemeinsam zu zelebrieren, Wissen auszutauschen, Gesellschaftsspiele zu spielen und hauptsächlich alkoholische Getränke zu konsumieren. Einige solcher Gruppierungen sind ähnlich eines Vereins organisiert und führen eine Kasse und stellen sogar organisatorische und repräsentative Ämter.
Der Stammtisch der heute Abend tagt stellt sich aus einer Gruppe von ausgelernten Technikern zusammen und ist vor einigen Jahren aus einer Gruppe von Partizipanten einer Technikerschule entstanden. Ich gehöre nicht zu den regulären Mitgliedern des Stammtisches, werde jedoch von einem sehr guten Freund eingeladen diesem Brauchtum beizuwohnen. Ich nehme die Einladung an und mache mich auf den Weg, jegliche Regel eines Stammtisches zu untergraben und meinen Auftritt für einige Mitglieder als Sensation des Abends darzubieten.
Der Stammtisch tagt um 20:00 Uhr, Treffpunkt ist eine Gaststätte oder auch Kneipe im Sauerland. Ich schaffe es nicht pünktlich und wohne der Sitzung erst gegen 22:00 Uhr bei und bin nur leicht alkoholisiert. Bevor ich mich auf den Weg mache gönne ich mir ein Aperitif und entscheide mich, im Beisein Nichtwissender weder den Begriff Aperitif noch das Getränk zu nennen. Das Getränk was heute Abend verzehrt wird heißt Bier, ist Bier und bleibt Bier. Einzige Ausnahme ist ein hochprozentiger Schnaps. Ich sehe eine redefreudige Runde, Männer, alkoholisiert aber konversationsfähig. Ich werde freundlich empfangen und jeder der Runde stellt sich mir mit Namen vor, gibt mir die Hand und die Möglichkeit mich vorzustellen. Ich freue mich dem Stammtisch beizuwohnen. Jeder in der Runde hat einen Würfelbecher vor sich stehen und sehr schnell steht auch vor mir ein Würfelbecher mit drei Würfeln. Das Spiel heißt Schocken und setzt einen gewissen Alkoholpegel voraus um das Spiel flüssig spielen zu können oder eher gesagt zu wollen.
Ich schaue mich in der Kneipe um. Wir sind die Einzigen Gäste, die restlichen Tische sind nicht besetzt und auch am Tresen ist außer dem Wirt niemand zu sehen. Wir haben die volle Aufmerksamkeit des Wirtes und es dauert keine drei Minuten, bis ich ohne jegliches Zutun, Gespräch oder Zeichen an den Wirt, einen Bierdeckel samt einem frisch gezapften Bier der Pilsener Brauart vor mir stehen habe. Jeder in der Runde bekommt natürlich sofort ein neues Bier neben das noch halb volle Glas gestellt. Ich schaue über den Tisch, sehe knapp 16 Biergläser, einen Stapel Bierdeckel, Würfelbecher ein paar Zigarettenschachteln und genau einen Schnaps. Mein Blick auf den Schnaps weckt die Aufmerksamkeit in der Runde und ehe ich mich versehe, wird mir der einzige Schnaps auf dem Tisch zugesprochen. Ich werde beschwichtigt, man wolle mich nicht vergiften und er wäre nur aus Zufall übriggeblieben. Ich nehme den Schnaps an, ich habe keine andere Wahl, jedoch versuche ich den Konsum auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. In der Zwischenzeit bekomme ich eine SMS, der Schnaps sei ungenießbar und ich möge auf ihn gut und gerne verzichten. Leider hatte ich den Konsum schon angekündigt und nur auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Ich hätte einen Zeitpunkt wählen sollen, der nach dem Verfallsdatum des Getränkes liegt oder in einem Zeitraum in dem die Blumenvase keine Aufmerksamkeit bekommt, doch ich habe den Konsum auf das nächste Bier angekündigt, was sich als schlecht erweist und meine Spontaneität einen Schnaps abzuweisen in Frage stellt. Die SMS trägt wahre Worte und mit leichter Vorahnung versuche ich vergeblich den sagenumwobenen Schnaps meine Kehle hinunter zu kippen. Ich habe die volle Aufmerksamkeit der Runde. Ich hätte auf einer Banane ausrutschen können, mir den Kopf an der Lampe stoßen können, ein Bein brechen oder sonstige artistischen Kunststücke darbieten können, doch nichts amüsiert die Runde mehr als mein Gesicht zu sehen nachdem ich diesen Schnaps getrunken habe. Ja er schmeckt wirklich schlechter als alles was ich jeher gegessen oder getrunken habe. Voller Mitgefühl und Schadenfreude zugleich teilt mir eine Kamerad mit „Du hast gerade voll in Dich reingekotzt!“, der Nächste rät mir mit Bier nachzuspülen! Ich entscheide mich für ein starkes Kaugummi.
Das Spiel geht weiter. Skeptisch schaut mich einer der Mitglieder an, als ich wiederholt um Erklärung des Spiels bete. Ich weiß, das es in diesem Spiel darum geht, wer die nächste Runde ausgibt. Da ich nicht ewig dieser Runde beiwohnen kann, erachte ich es als besonders sinnvoll zu verstehen, wie ich geschickt um die nächsten Runden herum komme und meine verzehrten Getränke selbst zu bezahlen. Freundlich aber bestimmt bekomme ich das Spiel im Detail erklärt. Es dauert ein paar Runden, bis ich die nächst Frage stelle und einer der Mitglieder – wahrscheinlich hat er Angst die nächste Runde bezahlen zu müssen – die Runde unfreundlich über mein Nichtwissen in Kenntnis setzt und mich herausfordert, den Tisch zu verlassen. Wer dieses Spiel nicht aus dem Eff Eff beherrscht dürfe der erlauchten Runde wohl nicht beiwohnen. Die Runde beruhigt den aufgebrachten Kollegen, der Wirt beäugt uns aufmerksam und eine weitere Runde Bier ist in Anmarsch. Ich mache meinen Zug, stehe auf und rauche vor der Türe eine Zigarette.
Wieder am Tisch, die Lage hat sich beruhigt, komme ich ins Gespräch mit dem wohl stärksten oder schwächsten Mitglied der Truppe. Er fragt mich ob ich denn auch ein Techniker sei. Ich verneine und behaupte mit Stolz Kaufmann zu sein und beobachte seinen Gesichtsausdruck, der sich wie in Zeitlupe ein wenig verzerrt. Er braucht einen Moment um darüber nachzudenken und bestätigt mir, das es in Ordnung sei, so seine Brötchen zu verdienen. Er setzt sich und stellt mir die Frage woher ich denn nun komme und bringt mich ein wenig in Verlegenheit. Ich bestätige ihm, dass dieses Thema nicht so einfach sei und versuche abzulenken. Das Gegenteil tritt ein, ich habe seine und die Aufmerksamkeit der gesamten Runde. Mein sehr guter Freund posaunt mit stolz geschwellter Brust, ich käme aus Italien. Die Runde schweigt. Ich erwarte einen Berg an Fragen und bereite mich innerlich für das Interview vor. Doch was nun passieren sollte konnte keiner der Runde ahnen. Das mir eher schlecht gestimmte Mitglied der Runde fragt mich ob ich auch so ein Bisschen Türke sei. Ich schweige zunächst in der Hoffnung diese Frage im Raum stehen zu lassen bis mein guter Freund auch dies erwidert. „Er hier ist Engländer!“. Die Stimmung kippt. Die hälfte kommentiert mit humoristischer Absicht „Ist ja noch schlimmer“, bis der mir schlecht gesinnte Mitmensch, die Runde versucht über seine Nationalsozialistische Weltanschauung in Kenntnis zu setzen. Ein paar Mitglieder der Runde sind amüsiert über die getroffenen Aussagen, der Rest ist erbost und versucht den aus der Bahn geratenen Kollegen verbal wieder einzufangen. Ich sehe mich nicht länger als Gegenstand seines Monologs als ich erfahre, dass der Herr mit der radikalen antisemitischen Weltanschauung halber Grieche ist. Eine Farce im Alkoholrausch. Nachdem dann auch visuell mit dem „Deutschen Gruß“ seine Weltanschauung mitgeteilt wurde, der Wirt uns sehr skeptisch beäugte, entfernte ich mich der Diskussion und ging erneut vor die Tür eine Zigarette rauchen. Der Rest der Gruppe versucht dem verbal entgleisten die Grundlage jeglicher Diskussion zu nehmen.
Nach einiger Zeit beruhigte sich die Lage erneut und das Spiel konnte weitergehen. Lediglich ein Paar Runden später, kocht die Diskussion erneut auf, und der verbal Entgleiste gibt zu verstehen, dass Zeitzeugen doch nicht irren können. Sein direkter Nachbar stoppt die Alkoholzufuhr.
Mein Fazit. Zwei Stunden Stammtisch, drei Bier, ein lustiger Abend, hauptsächlich sehr nette Leute, lustige Diskussion über die Grasnarben auf Skipisten, unnötige Diskussionen über antisemitische Weltanschauungen, ein fahler Beigeschmack, ein bitterer Nachgeschmack (ein widerlich schmeckender Schnaps). Ich bin sehr froh, dass ich den Ablauf und die Gepflogenheiten bereits kenne. Fremdschämen.
→ 4 KommentareKategorien: Germany · Reisen
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Grazie (due) mille Ragazzi!
August 11, 2009 · Kommentar schreiben
Die 2000 er Marke ist erreicht und ich möchte allen Lesern Danke sagen für die Aufmerksamkeit und die zahlreichen Clicks auf diesen Blog. Täglich klickten sich ein paar Leute durch diese Inhalte, wenn ich sie so nennen darf und haben sich hoffentlich ein wenig amüsiert und zu gleich informiert. Sollte Dich ein Thema ganz besonders Interessieren, dann schreib mir doch bitte und ich werde es versuchen mit dem italienischen Blickwinkel mal genauer zu betrachten. Bis dahin! Arrivederci e benvenuto!
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How the moon tried to paint himself!
August 9, 2009 · Kommentar schreiben
→ Einen Kommentar schreibenKategorien: Humor
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Monte Grappa @ Night
August 9, 2009 · Kommentar schreiben
Nachts einsam und allein, fällt mir nichts Besseres ein, als auf den Monte Grappa zu fahren. Es ist ruhig dort, bis auf das zirpen der Zikaden und Grillen. Ein fantastischer Ausblick auf Bassano del Grappa und schöne Stunden um nachzudenken. Eine Packung Mikado, eine Flasche Wasser und viel Zeit und Ruhe. Schön ist es dort und abkühlen kann man dort oben auch sehr gut! Buona notte!
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Tetrapak gehört jetzt in die Papiertonne
August 8, 2009 · Kommentar schreiben
Es ist schon seltsam was in Italien so vor sich geht. So sitze ich einen Abend auf dem Balkon und muss mit anhören, wie mein Vermieter mit seiner Sippe lautstark diskutiert. Aus der munteren Diskussion wird ein wenig später ein Streit und die Lautstärke lockt den einen oder anderen Mieter auf seinen Balkon, um spät Abends dem Spektakel zu lauschen. Nun habe ich nicht umsonst den Italienischkurs angefangen und versuche gespannt zu verstehen worum es denn nun geht in dieser hitzigen Diskussion. Schnell wird mir klar, ich bin Teil der angeregten Diskussion. Ein wenig perplex, Teil dieser Diskussion zu sein, lausche ich weiter. Es wird immer schwieriger der Diskussion zu folgen und schnell gebe ich auf. Ein wenig eingeschüchtert, ziehe ich mich zurück und öffne auf den Schreck eine Flasche Bier. Ich grübele vor mich hin, was ich nun mit der Diskussion zu tun habe und wiederhole die Wortfetzen in meinen Gedanken und versuche sie wie Puzzlestücke zusammenzufügen um mir einen Reim aus der Geschichte zu machen. Ich komme nicht drauf. Der Vermieter verteidigte meine Person in der Diskussion, schließlich spreche ich ja kein Italienisch und würde es ja nicht verstehen. Was verstehe ich nicht? Das Grübeln nimmt kein Ende. Mir muss ein grober Schnitzer unterlaufen sein. Ich bin geschockt und begebe mich weiterhin grübelnd an das Puzzle. Habe ich mal die Schuhe nicht auf der Fußmatte abgestreift? Riecht der Aschenbecher auf dem Balkon? Habe ich meinen Briefkasten nicht rechtzeitig von Spam befreit, oder stört es wenn ich Nachts auf die Toilette gehe. Es ergibt alles keinen Sinn. Ein Paar Tage ziehen durchs Land und ich stehe vor meinem Briefkasten. Ich habe Post erhalten. Post von meinem Vermieter. Ich bin nicht der Einzige. Alle anderen Mieter haben das gleiche Schreiben im Briefkasten. Ich habe die Diskussion meines Vermieters schon fast wieder vergessen. Ich öffne das Schreiben. Es handelt sich um ein Blatt, DIN A4, gefaltet, an beiden Seiten zweimal zusammen geheftet. Ungeduldig reiße ich das Blatt auseinander um die kühne Nachricht zu lesen. Die letzte Nachricht die ich in solch einer Form erhielt forderte mich auf meinen PKW samt Kennzeichen mitzuteilen. Ich bin gespannt. Ich lese das Schreiben. Der Begriff ETRA fällt und Condominium – die Wohngemeinschaft. ETRA ist die örtliche Gesellschaft die für die Müllentsorgung zuständig ist. Ich drehe das Blatt um, und sehe eine Kopie eines Flyers von der ETRA, auf der genau aufgezeigt wird, wie welche Art von Müll zu entsorgen ist. Nun geht mir ein Licht auf. Die Hitzige Diskussion muss sich um die Müllentsorgung im Hause gedreht haben. Ich lache kurz und wenig später fange ich wieder an zu grübeln. Wie entsorge ich eigentlich meinen Abfall und ist es korrekt so? Ich lese das Schreiben erneut und kann zwischen den Zeilen verstehen, dass die Wohngemeinschaft von der ETRA gemahnt wurde. Mitarbeiter der ETRA haben die Müllentsorgung bei uns im Hause beobachtet und festgestellt, dass Jemand fälschlicherweise Müll entsorgt hat. Nun hat niemand Autobatterien im Hausmüll entsorgt oder sein altes Fahrrad in den Glascontainer gestellt. Nein, jemand hat den falschen Müllbeutel verwendet. Für Außenstehende mag dieser Umstand ein wenig unverständlich sein. Gerne versuche ich diesen Umstand zu erläutern. Italien, das Land der Sonne, des Weins und der Müllmafia entsorgt seinen Müll wohlgemerkt, sehr penibel, ordentlich und mit ausgeklügeltem System! Ob er abgeholt wird steht auf einem anderen Blatt! Nun ist Italien auch das Land der Mode, und mit dem vorhin erwähnten falschen Müllbeutel, könnte man nun meinen, dass in Bassano del Grappa der Stadt in der das Bekleidungsunternehmen Diesel gegründet wurde, ein Zwang zum Markenbeutel verhängt wurde. Auch dies ist nicht der Fall. Bei dem gesuchten Müllbeutel handelt es sich um einen Müllbeutel der aus Maisstärke hergestellt und biologisch abbaubar ist. Dieser spezielle Beutel aus Maisstärke wird für biologisch recyclebare Hausabfälle verwendet und mit dem Inhalt komplett kompostiert. Nun haben einige Mietparteien diesen Müllbeutel nicht verwendet und somit für Aufsehen bei der ETRA gesorgt. Nun liegt es nahe, diesen Sachverhalt zu prüfen und mich, der ja kein Italienisch versteht, auf Anhieb zu verdächtigen. Pustekuchen denke ich mir, denn ich verwende den Weltraumwunderbeutel schon seit dem ich hier eingezogen bin. Eine nette Arbeitskollegin wies mich auf diese spezielle Art der Müllentsorgung bereits bei meinem Einzug darauf hin. Mein Fazit, Italien, ein Land der Kontroverse. Bekannt durch den Müllskandal in Neapel, wird mir vorgeschrieben welchen Müllbeutel ich für Bioabfälle zu verwenden habe, wann ich welche Art von Müll in welche Tonne zu schmeißen habe um später dann meinen Müll gut sortiert vor der Haustüre stehen zu haben und er nicht mehr abgeholt wird. Ein paar Tage später erhält unser Haus eine Broschüre der ETRA. In doppelter Ausführung, eingeschweißt in einer Kunststofffolie. Die Broschüre weist mich nun darauf hin, dass das Tetrapak ab sofort nicht mehr in den Plastikmüll sondern in die Papiertonne gehört. Ich bin gespannt, wann ich Papier mit in den Glascontainer werfen darf! Benvenuti tra i riciclabili!
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I´m an englishman in nuove Firenze
Juli 21, 2009 · Kommentar schreiben
Buonasera, oder vieleicht doch guten Abend oder good evening?
Es gibt zahlreiche Situationen, die im Allgemeinen als Culture Clash bezeichnet werden. Bisher dachte ich, der richtige Culture Clash enstünde, wenn ein Chinese beim Griechen Currywurst Pommes Mayo bestellt. Jetzt weiß ich, der richtige Culture Clash entsteht wenn ein halber Brite und ein halber Deutscher in Italien französiche Zigaretten kauft.
Oft ertappe ich mich letzter Zeit als Englishman in New York. So werde ich vom herumstehenden Publikum mit großem Staunen beim örtlichen Tabakladen empfangen. Ein deutsches Kennzeichen ist schließlich etwas Besonderes. So werde ich bei der Ankunft argwöhnisch beäugt und die Blicke der Menschen verfolgen mich bis in den Tabakladen. Ich bestelle zwei Schachteln Gauloises. Der nette Herr und sein Kollege stellen fest, ich müsse Franzose sein. Ich verneine, antworte in very british, ich sei Deutscher. Beide schütteln den Kopf und schauen mich erstaunt an. Ich bezahle mit einer italienischen Bankomat Karte, verabschiede mich und verlasse das Geschäft. Den beiden Herren den Rücken zugekehrt lesen sie Japan auf meiner Trainingsjacke. Beide kommen hinter dem Tresen hervor, stehen in der Tür und schauen mir nach. Ja, er hat Recht. Er muss Deutscher sein, er fährt ein deutsches Auto. Und ja, wenn ich so recht überlege, ich muss es mit Mario und Luigi zutun gehabt haben. Das sind die beiden mit dem Fiat Panda.
Ein stetiges Hin und Her der Kulturen umgibt mich. Nicht selten gelange ich so in einen Zwiespalt. Auf dem allabendlichen Weg nach Hause sehe ich eine ältere Dame an einem Zebrastreifen stehen. Ich halte an, lasse sie passieren. Sie schaut auf das Kennzeichen und denkt, die Deutschen haben noch manieren. Nun, es ist sehr höfflich die alte Dame über den Zebrastreifen gehen zu lassen, jedoch würde mein italienischer Hintermann dieses nie tun. Bremse ich nun am Zebrastreifen, mag ich sehr höflich für die ältere Dame wirken, jedoch provoziere ich auch einen massiven Auffahrunfall. So schlittere ich zwischen Höflichkeit und Sicherheit hin und her. Perfekt, wenn man beides abschätzen kann. So ist die goldene Mitte, der einzige Weg um glimpflich davon zu kommen. Entweder Totalschaden oder beim nächsten Einkauf die Handtasche der Omi im Gesicht.
Buonaserata, oder schönen Abend, oder have a nice evening!
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Melting Pot – THU 36 °C
Juli 15, 2009 · 1 Kommentar
Troppo caldo – sehr heiß
Alle Maximaltemperaturen, die ich bisher erleben durfte scheinen mit den noch kommenden Temperaturen nicht annähernd vergleichbar zu sein. Nach einer Woche Unwetter, das sich als Gewitter, Sturm und Schauer bemerkbar machte, hält nun der richtige Sommer Einzug. Im Glauben das 31,5 °C auf dem Thermometer, die absolute Schmerzgrenze sein sollten, wurde ich Heute beim Blick auf die Wettervorschau schwer geschockt. So soll es Morgen knackige 36 °C geben. Bereits heute wäre ich, hätte ich eine Minute länger verweilt, auf der Stelle kleben geblieben. Alle Besucher, die bisher hier waren und bei 31 °C fast gestorben wären, rate ich das nächste mal im Winter vorbeizuschauen, bis dahin hat sich der Stern vielleicht wieder um ein oder zwei Grad abgekühlt. Ach ja, wer allerdings seine Wäsche zum Trocknen vorbei bringen möchte, der ist herzlich eingeladen!
→ 1 KommentarKategorien: Besonderheiten · Italy
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Schnipp Dippel Di Bib Bib Asipn Di Bib
Juli 15, 2009 · 1 Kommentar
→ 1 KommentarKategorien: Germany · Inspirational Moments
Porchetta – sucking Pig
Juli 12, 2009 · Kommentar schreiben
→ Einen Kommentar schreibenKategorien: Italy · Kochen · Uncategorized
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